Vom Sellajoch (2240m) in nur wenig ansteigender Querung unter den
Sellatürmen zum Einstieg des Klettersteigs rechts von einer schwarzen Wand.
Nun rassiger, fast senkrechter Anstieg über die Felswand (vor 1990 verlief der untere Teil des
Klettersteigs weiter links durch einen düsteren, meist feuchten Kamin). Nach rund 60 Metern wird
wieder die ursprüngliche Route erreicht, auf der man über leichtere Felsen (nicht gesichert) zu
einem Kamin gelangt, der die Schlüsselstelle des Steigs einleitet. Durch den sehr engen,
senkrechten und teilweise leicht überhängenden Kamin auf Klammern empor zum oberen Ende, sehr
exponiert auf einen kleinen, abstehenden Felspfeiler und über eine kurze Leiter in die senkrechte
Wand. Durch weitere kurze Kamine und Felsrisse empor zu einem großen Schutt- und Schrofenkessel.
Zunächst gerade empor, dann Querung nach links zu einem weiten Sattel zwischen Piz Ciavazes und Piz
Selva. Über ein Band zu einer gesicherten Schlucht, die über gestuften Steilfels (deutlich leichter
als im unteren Teil) zur Sellahochfläche und zum Piz Selva (2941m) führt.
Nun fast ebene Wanderung über die weite Meisules-Hochfläche (markierter Steig Nr. 649, große
Vorsicht bei Nebel!), wobei man mehrere, nur wenig ausgeprägte Gipfel überschreiten kann (u.a. den
lohnenden Piz Miara mit großem Gipfelkreuz, 2965m), zur Pisciadù-Scharte (2908m). Geradeaus
weiter zur Einmündung in den Weg Nr. 666, den man für kurze Zeit nach rechts verfolgt. Bald zweigt
man wieder nach rechts ab und erreicht auf Weg 647 durch das Val Lasties in längerer Wanderung die
Sellajochstraße. Auf dieser zu Fuß oder per Anhalter zurück zum Ausgangspunkt. |