Lamsenspitze (2508m)

(durch den Brudertunnel)

Berggruppe: Karwendelgebirge
Ausgangspunkt: Alpengasthof Eng; hierher Mautstraße von Vorderriß.
Schwierigkeit: B (mäßig schwierig), eine kurze Stelle C (schwierig)
Höhendifferenz: ab Eng 1300 Hm.
Gehzeiten: Eng - Lamsenjochhütte: 2,25 Std.
Lamsenjochhütte - Brudertunnel - Lamsscharte: 0,75 Std.
Lamsscharte - Lamsenspitze: 1 Std.
Abstieg über die Lamsscharte zur Eng: 2,75 Std.
Anmerkungen: Nur kurze Klettersteigabschnitte im Rahmen einer sehr schönen und aussichtsreichen Bergtour. Der einzigartige Brudertunnel, ein natürlicher Felstunnel, ist ganz besonders eindrucksvoll. Bis zum Hochsommer ist dieser meist noch schneegefüllt und damit unbegehbar! Auch für Anfänger geeignet, aber Ausdauer und gute Trittsicherheit sind unbedingt erforderlich!
Vorsicht: In der Turnerrinne unter dem Gipfel muß unbedingt auf Steinschlag geachtet werden, da jeder im Geröllfeld oberhalb losgetretene Stein unweigerlich durch die Rinne nach unten rauscht! Am Gipfelaufbau ist der Fels leider nicht immer stabil, sondern manchmal gefährlich brüchig!
Vom Alpengasthof Eng (1218m) wenige Schritte auf dem breiten Weg in Richtung Eng-Almen, dann nach Wegweiser ("Abkürzung zur Binsalm") links über einen schmalen Weg relativ steil empor, bis man auf einen Fahrweg trifft. Auf diesem hinauf zur Binsalm (1502m), weiter zum Westlichen Lamsenjoch (1938m; ab Binsalm kann der Fahrweg oft über deutliche, aber unmarkierte Steigspuren abgekürzt werden) und Querung zur Lamsenjochhütte (1953m).
Nach Wegweiser und Markierungen erst in Richtung Lamsenscharte, aber schon nach wenigen Minuten links über ein Geröllfeld zum längst sichtbaren Einstieg des Brudertunnel-Klettersteigs.
Zunächst eine mäßig steile Rinne hinauf, dann nach rechts über den plattigen Fels neben der Rinne (viele Klammern mit weitem Abstand) empor und weiter zu einer Felswand, die man ziemlich ausgesetzt zum Beginn des natürlichen Felstunnels queren muß. Nun über nassen und rutschigen Schutt durch den dunklen Tunnel (durchgehendes Drahtseil) zur senkrechten Wand unter dem Tunnelausgang. Über Klammern senkrecht bis leicht überhängend (schwierige Schlüsselstelle; es sind aber nur wenige Meter), zurück ans Tageslicht. Wenige Meter hinab zum querenden Weg, nach rechts ansteigend zur Lamsenscharte (2270m) und über ein Schotter- oder Schneefeld unter dem Gipfelaufbau queren, bis man steil nach rechts die markante Turnerrinne und die ersten Drahtseile erreicht.
Erst ein Stück durch die Rinne empor (hier keinesfalls länger stehenbleiben, da extrem steinschlaggefährdet!), aber schon bald aus dieser nach rechts hinaus und über den gestuften und teilweise brüchigen Fels der die Rinne begrenzenden Rippe zum Ausstieg des Klettersteigs an einem großen Geröllfeld (am obersten Drahtseil unbedingt sauber gehen, um möglichst wenig Steine loszutreten, die die Bergsteiger in der Rinne unmittelbar treffen!). In einer großen Schleife über Geröll und unschwierige Schrofen hinauf zum sichtbaren Gipfelkreuz auf der Lamsenspitze (2508m).
Vom Gipfel auf dem Anstiegsweg zurück zur Lamsenscharte (Markierungspfeil), an Drahtseilsicherungen ziemlich ausgesetzt und steil hinab zu einem großen Schuttfeld, das man hinüber zu einem begrünten Hang quert (man kann auch über den Schutt abfahren). In Serpentinen hinab zur Hütte und am Anstiegsweg zurück zum Ausgangspunkt.


Alle Fotos wurden am 15.08.2009 aufgenommen.