| Berggruppe: |
Langkofelgruppe |
| Erstbegeher: |
P. Grohmann, F. Innerkofler, P. Salcher am 13.08.1869
Fassaner Band: Alpini-Soldaten aus dem Fassatal, 1917 |
| Schwierigkeit: |
III+ (eine Stelle), III (mehrere Passagen), sonst II.
Außerdem Gletscher und steile Eisrinne. |
| Ausgangspunkt: |
Langkofelscharte; hierher Gondellift vom Sellajochhaus. |
| Höhendifferenz: |
Zustieg 100 Hm, Kletterführe etwa 650 Hm. |
| Gehzeiten: |
Langkofelscharte - Langkofelgletscher: 1,5 Std.
Gletscher - Giuliani-Biwak: 2 Std.
Biwak - Langkofel-Gipfel: 0,5 Std.
Abstieg wie Anstieg: 3,5 Std. |
| Anmerkungen: |
Großartige, aber anspruchsvolle und stellenweise luftige Tour mit sehr langem und
kompliziertem Routenverlauf in einem herrlichen Ambiente. Viel Ausdauer und Bergerfahrung, sowie
Orientierungsvermögen nötig! Überwiegend fester, griffiger Fels. Kletterstrecke rund 1500m! |
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Von der Toni-Demetz-Hütte in der Langkofelscharte (2679m) rund 10
Minuten in Richtung Langkofelhütte absteigen, dann nach rechts über ein Schneefeld oder leichte
Schrofen zum Beginn des auffälligen Fassaner Bandes in der Südwestwand des Langkofels.
Auf dem Geröll- und Schrofenband mit viel Auf und Ab nach links, bis es von einem senkrechten Kamin
unterbrochen wird. Links vom Kamin über steile Felsstufen (III, II) gutgriffig hinauf zur
Fortsetzung des Bandes und auf diesem weiter, bis es an einem Felszacken endet. Rechtshaltend etwa
40m über die steile Felswand (II) empor zu einer Scharte.
Nun rund 70m lange, extrem ausgesetzte Querung an einem Drahtseil nach rechts zu einem Felswinkel
und über Felsstufen (III) hinauf zu einer kleinen Scharte. Weitere, leichtere Querung zu
Schuttgelände oberhalb des Langkofelgletschers. Kurzer Abstieg zum Gletscher (ca. 2800m), den man
fast eben überquert.
Über Geröll nach links zur Unteren Eisrinne und rund 120m Steilanstieg im Eis (Steigeisen
erforderlich; Steinschlaggefahr!) zur Scharte am oberen Ende (Die Eisrinne kann auch über den
Felsgrat links von ihr umgegangen werden: teilweise mit Eisenklammern und Drahtseilen gesichert;
III, II und A0).
Von der Scharte wenige Meter Abstieg zum Amphitheater, einem Geröll- und Felskessel (ca. 2930m),
und nach rechts über eine kurze Wand (III) zur breiten Führerrinne links vom auffallenden
Pyramidenturm. Über den gestuften Fels (II) der Rinne hinauf zur Fensterscharte und nach links
weiter zum Guiliani-Biwak (3100m) unter der Biwakscharte.
Kurzer Anstieg zur Scharte und zum Sockel des Roten Turms. Einige Meter nach rechts, dann direkter,
senkrechter Anstieg (Schlüsselstelle, III+, ca. 15m) zum Gipfel des Roten Turms und an einem
Kruzifix mit Tafel vorbei zum südlichen Vorgipfel (3160m). Kurzer Abstieg nach rechts in eine
Scharte, hinauf zu einem Grataufschwung, dessen höchster Punkt links umgangen wird. Wieder einige
Meter hinunter zu einer weiteren Scharte und schließlich über leichtes Gelände empor zum
Hauptgipfel des Langkofels.
Vom Gipfel zurück zum Roten Turm und von dort zum Biwak hinunter abseilen. Zum Amphitheater
abklettern (teilweise auch Abseilen möglich) und weiter zur Scharte über der Unteren Eisrinne. Nun
entweder die Eisrinne abseilen (alle 20m AH an der linken Wand) oder rechts über die Variante
umgehen. Vom Gletscher auf der Anstiegsroute zum Fassaner Band, weiter zum Langkofelkar und
schließlich wieder hinauf zur Langkofelscharte. |
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| Alle Fotos wurden am 20.07.2002 aufgenommen. |
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