| Berggruppe: |
Sextner Dolomiten |
| Erstbegeher: |
M. und J. Innerkofler, J.Reichl, M. Simon am 06.09.1887 |
| Schwierigkeit: |
III+ (Stellen), III (mehrere längere Passagen), sonst II. |
| Ausgangspunkt: |
Dolomitenhof im Fischleintal, Zufahrt von Sexten/Moos. |
| Höhendifferenz: |
ab Dolomitenhof 1650 Hm, ab Büllelejochhütte 600 Hm. |
| Gehzeiten: |
Dolomitenhof - Zsigmondy-Comici-Hütte: 2,5 Std.
Zsigmondy-Comici-Hütte - Büllelejochhütte: 1 Std.
Büllelejochhütte - Zwölferscharte - Einstieg: 1 Std.
Einstieg - Zwölfer: 3,5 Std.
Abstieg zur Zwölferscharte: 2,5 Std.
Rückweg zum Dolomitenhof: 2 Std. |
| Anmerkungen: |
Interessante, aber aufgrund ihrer Länge, der komplizierten Routenführung und der
nicht immer leichten Orientierung sehr anspruchsvolle Zweitages-Tour. Nur für ausdauernde und mit
wechselndem Gelände vertraute Bergsteiger. Viele, z.T. längere Passagen in Geröll und lockerem
Schutt, verbunden mit großer Steinschlaggefahr auf der gesamten Route! |
|
Vom Dolomitenhof (1450m) auf einem breiten Weg zur Talschlußhütte
(1540m) und hinauf zu einer Verzweigung. Nach links auf Weg Nr. 101 in längerer, nur teilweise
steiler Wanderung empor zur Zsigmondy-Comici-Hütte (2224m).
Nun nach rechts auf Weg Nr. 101 hinauf, an einer weiteren Verzweigung wieder rechts
und weiter zur Büllelejochhütte (2528m; Übernachtung).
Am nächsten Morgen hinüber zum Büllelejoch (2522m), in längerer Querung unter dem Sandebühel hinauf
zum gleichnamigen Joch (2607m) und weiter zur breiten Zwölferscharte (Forc. Cengia; 2524m). Nun nach
links vom Weg ab und über die unbeständigen Geröllhänge zum Einstieg an einer überdachten Rampe unter
der tiefen Schlucht zwischen Zwölfer und Mittlerem Zwölfer.
Querung über die überdachte Rampe nach rechts und rechts von der Falllinie der Schlucht über gestuften
Fels und Geröll empor zu einem langen Band. Auf diesem nach links die Schlucht überqueren und unter
gelben Überhängen über Felsstufen zunächst gerade hinauf zu einem terrassenartigen Band. Danach stetig
links haltend über kurze Kamine, Bänder, Geröll und gut gestuften Fels in sehr komplizierter Routenführung
empor zum großen Ringband (unbedingt die zahlreichen Steinmännchen und roten Markierungspunkte beachten,
sonst hat man mit großen Orientierungsproblemen zu kämpfen! Auf der richtigen Route trifft man auch auf
ausreichend SH und Schlingen. Bei guten Verhältnissen und trockenen Felsen könnte man alternativ auch
über die Abseilpiste knapp links der großen Schlucht aufsteigen; sehr guter Fels, leichtere Orientierung
und große, betonierte Haken im 20m-Abstand. Stellenweise aber IV und IV-, überwiegend III).
Nun auf dem breiten, gerölligen Band mit einer kurzen, überdachten Kriechstelle bis oberhalb der Hohen
Zwölferscharte (der tiefste Punkt der Scharte wird nicht berührt!) und auf dem Band weiter auf die Ostseite
des Berges. Noch längere Zeit auf dem luftigen Ringband bleiben, bis man an einem großen Steinmännchen
nach links in die Schlußwand einsteigt. Über kurze Felsstufen (II, I) und viel lockeres Geröll hinauf
zum Gipfelkreuz vom Zwölfer (3094m).
Über die Anstiegsroute zurück bis kurz vor die Kriechstelle nach der Hohen Zwölferscharte am Ringband.
Wenige Meter nach links zum ersten AH und mehrmals an großen Haken abseilen, bis man wieder auf die
Aufstiegsroute am langen Querungsband trifft. Nach links die Schlucht überqueren und die restlichen Stufen
zur überdachten Rampe am Einstieg abklettern.
Über die Geröllhänge zurück zur Zwölferscharte und nach rechts über den steilen, markierten Geröllpfad
hinab zur Zsigmondy-Hütte. Am vielbegangenen Anstiegsweg zurück zum Ausgangspunkt. |
|
|
|
|
| Alle Fotos wurden am 08.09.2004 aufgenommen. |
|