Scala del Menighel
Berggruppe:
Tofanagruppe
Ausgangspunkt:
Rifugio Dibona; hierher schmale, löcherige Schotterstraße, die von der
Straße Cortina - Falzarego-Paß abzweigt
Schwierigkeit:
B (mäßig schwierig)
Höhendifferenz:
ab Rifugio Dibona 750 Hm
Gehzeiten:
Rif. Dibona - Einstieg: 2,5 Std.
Einstieg - Rif. Giussani: 1,75 Std.
Abstieg zum Rif. Dibona: 0,75 Std.
Anmerkungen:
Sehr kurzer (etwa 70 Höhenmeter), aber extrem exponierter Klettersteig, der fast
nur aus einer langen Reihe von mehr als 200(!) Eisenstiften besteht. Ideale Ausweichtour
rund um die Tofana di Rozes, wenn das Wetter oder die Verhältnisse eine
Gipfelbesteigung nicht zulassen. Landschaftlich sehr lohnend. Ideal mit der
Grotta della Tofana
kombinierbar.
Beschreibung:
Vom Rifugio Dibona (2050m) auf markiertem Steig (erst 403, dann 404) hinauf bis unter
die Südwand der Tofana di Rozes und in längerer, leicht ansteigender Querung
zu einer Wegverzweigung. Nach links zur Forcella Col dei Bos (2331m) und später
rechts hinab ins Val Travenanzes. Nach einem längerem Abstieg zweigt rechts ein
markierter Steig ab, der hinüber zur schwarzen Felswand und zum Einstieg des schon
lange sichtbaren Klettersteigs rechts von einem Wasserfall führt.
Über eine Folge von Eisenstiften, die von zwei Bändern unterbrochen werden,
steigt man äußerst exponiert und etwas akrobatisch die senkrechte Felswand in
recht kurzer Zeit (ca. 20 Minuten) empor zum Ende des Klettersteigs.
Nun auf einem normalen, gut markierten Wanderweg in Serpentinen recht mühsam durch
das Masarè-Kar hinauf zur Forcella Fontananeigra mit dem Rif. Guissani (2600m)
und schließlich auf breitem Weg (Markierung 403) zurück zum Parkplatz bei
der Dibona-Hütte.
(Alle Informationen und Fotos vom 12.07.2007).
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Über diese schwarze, etwa 70 Meter hohe, senkrechte Wand führt die Scala del Menighel. Man kann einige Bergsteiger in der Route erkennen.
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Der untere Teil des Klettersteigs im Profil. Man erkennt das durchlaufende Drahtseil und die vielen Eisenstifte.
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Und los geht's... Die ersten Meter in der sehr kurzen, aber um so luftigeren Ferrata.
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Beim Rückblick hinab zum Einstieg kann man gut erkennen, wie exponiert der Aufstieg wirklich ist.
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Nachdem man der ersten Teil der Eisenstift-Route überwunden hat, erreicht man ein Band, dem man nach links folgt.
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Zweimal wird die Wand durch eines der an der Tofana di Rozes überreich vorhandenen Bänder unterbrochen, links erkennt man einen Wasserfall.
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Wirklich viel Abwechslung gibt es bei diesem Klettersteig nicht: Wieder geht es über Eisenstifte empor.
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Hier ist sogar noch etwas Akrobatik gefragt, da die Stifte extrem schräg in der Wand stecken.
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Schnell ist der Klettersteig zu Ende. Danach geht es über das steile Masarè-Kar in Kehren ziemlich mühsam zur Giussani-Hütte empor.
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Rückblick vom Weg zum Rifugio Giussani hinüber zu den Fanestürmen. Links der Kleine Lagazuoi (2778m), unten das grüne Travenanzes-Tal.
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Der Gipfel der Tofana di Rozes (3225m) mit Schnee vom letzten Wettersturz. Über die Flanke führt die Normalroute hinauf bzw. hinab.
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Wenn man das Rif. Giussani (2600m) erreicht hat, steigt man auf dem vielbegangenen, breiten Weg Nr. 403 zur Dibonahütte hinunter.