Hinweise & Tips

1. Allgemeines, Haftungsausschluß

Sämtliche Touren auf diesen Internet-Seiten wurden vom Autor selbst durchgeführt (das jeweilige Datum steht unter den zugehörigen Vorschau-Bildchen!), die daraus entstandenen Tourenbeschreibungen wurden nach bestem Wissen und Gewissen des Autors und unabhängig von evtl. Führerangaben erstellt. Es kann trotzdem keinerlei Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Beschreibungen übernommen werden. Werden die Beschreibungen zur Durchführung von eigenen Touren verwendet, so geschieht dies ausschließlich auf eigenes Risiko! Jeder Bergsteiger ist verpflichtet, sich vor Begehung einer Route über deren aktuellen Zustand und Schwierigkeit mit Hilfe von Karten, Führerliteratur oder durch Befragung von Hüttenwirten, Bergführern bzw. Fremdenverkehrsämtern eingehend zu informieren. Soweit gesetzlich zulässig, wird eine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art aus keinem Rechtsgrund übernommen.

2. Schwierigkeitsbewertung bei Klettersteigen

Die Schwierigkeitsbewertung erfolgt nach der bewährten und in der Zwischenzeit sehr häufig verwendeten fünfstufigen "Österreichischen Buchstabenskala":

Zwischenwerte werden durch einen Schrägstrich angegeben (z.B. A/B). Zusätzlich gebe ich noch die Bedeutung des jeweiligen "Schwierigkeitsbuchstabens" in Klammern an, wobei bei Zwischenwerten immer die untere Bewertung verwendet wird. Die Einstufung erfolgt nach meinen persönlichen Erfahrungen und ist unabhängig von evtl. Führerangaben (meistens stimmt es aber doch recht gut überein...).

3. Schwierigkeitsbewertung beim Klettern

Bei allen Klettertouren verwende ich grundsätzlich die allgemein gültige UIAA-Alpenskala, deren untere sechs Schwierigkeitsgrade wie folgt definiert sind:

  1. Geringe Schwierigkeiten. Einfachste Form der Felskletterei (kein leichtes Gehgelände!). Die Hände sind zur Unterstützung des Gleichgewichtes erforderlich. Anfänger müssen am Seil gesichert werden. Schwindelfreiheit ist bereits erforderlich.
  2. Mäßige Schwierigkeiten. Hier beginnt die Kletterei, welche die Drei-Punkte-Haltung erforderlich macht.
  3. Mittlere Schwierigkeiten. Zwischensicherungen an exponierten Stellen empfohlen. Senkrechte Stellen verlangen bereits Kraftaufwand. Geübte und erfahrene Kletterer können Passagen dieser Schwierigkeit noch ohne Seilsicherung erklettern.
  4. Große Schwierigkeiten. Hier beginnt die Kletterei schärferer Richtung. Erhebliche Klettererfahrung notwendig. Längere Kletterstellen bedürfen meist mehrerer Zwischensicherungen. Auch geübte und erfahrene Kletterer bewältigen Passagen dieser Schwierigkeit gewöhnlich nicht mehr ohne Seilsicherung.
  5. Sehr große Schwierigkeiten. Zunehmende Anzahl an Zwischensicherungen ist die Regel. Erhöhte Anforderungen an körperliche Voraussetzungen, Klettertechnik und Erfahrung. Lange hochalpine Routen im Schwierigkeitsgrad V zählen bereits zu den ganz großen Unternehmungen in den Alpen und außeralpinen Regionen.
  6. Überaus große Schwierigkeiten. Die Kletterei erfordert weit überdurchschnittliches Können und hervorragenden Trainingsstand. Große Ausgesetztheit, oft verbunden mit kleinen Standplätzen. Passagen dieser Schwierigkeit können in der Regel nur bei guten Bedingungen bezwungen werden.

Zur weiteren Differenzierung können durch Angabe von "-" oder "+" die untere bzw. obere Grenze eines Schwierigkeitsgrades angegeben werden (meist erst ab III verwendet). Meine Bewertung erfolgt wiederum nach eigenen Erfahrungen, so daß auch (geringfügige) Abweichungen zu den "offiziellen" AV-Führern möglich sind.

4. Schwierigkeitsbewertung bei Eistouren

Bei Eistouren ist es sehr problematisch eine objektive Schwierigkeitsbewertung zu finden, da alle Gletscher, Eisgrate, usw. einem steten Wandel unterliegen. Ich habe deshalb jede Eistour nur einer der folgenden drei Kategorien zugeordnet:

Die Bewertung entspricht dem Stand am Tag, an dem ich die Tour durchgeführt habe. Sofern bei einer Eistour auch Felsgelände zu bewältigen ist, wird dieses gemäß der UIAA-Alpenskala bewertet.

5. Ausrüstung

Bei der Begehung von Klettersteigen sollte die Verwendung von Brust- und Hüftgurt (oder Kombigurt), Y-Klettersteigset mit passender Seilbremse und zwei Klettersteigkarabinern mit Verschlußsicherung, sowie Steinschlaghelm eine Selbstverständlichkeit sein. Hinzu kommen Bergschuhe mit griffiger Profilsohle (bei schwierigen Klettersteigen ohne Steighilfen sind evtl. auch Kletterschuhe empfehlenswert), Wetterschutz, Rucksackapotheke, Proviant und (falls gewünscht) griffige Lederhandschuhe. Für weniger geübte Klettersteiggeher kann auch eine zusätzliche Sicherung mit Hilfe eines Seils durch erfahrene Begleiter sinnvoll sein. Auf Ausrüstungstips für Klettertouren und Hochtouren möchte ich verzichten, da hier das erforderliche Material stark von der jeweiligen Tour abhängt.

6. Verhalten am Berg

Alle auf diesen Internet-Seiten beschriebenen Touren sind für alpine Neulinge völlig ungeeignet. Anfänger sollten sich zunächst eine gewisse Alpinerfahrung durch einfache Wandertouren aneignen, um Ausdauer, Trittsicherheit und Selbstsicherheit zu erlangen. Der ersten Klettersteig (bzw. Hochtour oder Klettertour) sollte nur mit einem Bergführer oder erfahrenen Begleiter durchgeführt werden, der die richtige Technik und korrekte Handhabung der Ausrüstung vermitteln kann. Jeder sollte nur solche Touren machen, deren Anforderungen er auch gewachsen ist; falscher Ehrgeiz hat in den Bergen nichts zu suchen! Für die meisten der beschriebenen Touren ist absolute Schwindelfreiheit erforderlich; das Lostreten von Steinen durch unsauberes Gehen ist unbedingt zu vermeiden, um weiter unten befindliche Bergsteiger nicht zu gefährden (Trittsicherheit kann man lernen)! Übrigens: Auf Klettersteigen sollte man, wie es der Name schon verrät, klettern und sich nicht, wie man leider oft sieht, mit aller Gewalt am Drahtseil hochziehen. Das Drahtseil sollte nach Möglichkeit nur zum Sichern dienen! Alle Steighilfen (Seile, Leitern, Klammern, usw.) vor Benutzung immer auf deren Festigkeit überprüfen, da sich die Verankerungen durch Witterungseinflüsse oder Blitzschläge lösen können!

7. Wetter

Bergtouren sollte man nicht bei zweifelhaftem Wetter unternehmen. Regen, Schneefall oder Vereisung kann im Gebirge sehr gefährlich sein. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn man auf einem Klettersteig von einem Gewitter überrascht wird, da die Drahtseile ein hervorragender Blitzableiter sind. Der gutgemeinte Rat "Weg von Drahtseilen und sonstigen Eisenteilen" ist leider nicht immer so einfach umzusetzen! Frühzeitiger Aufbruch und Beobachtung der Wolkenentwicklung, sowie rechtzeitiges Umkehren im Zweifelsfall sind sicherlich die besten Empfehlungen.